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22.11.2017 - 0:15

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Gefahrgutunfall

Wipperfürth, Vordermühle

Der Löschzug Wipperfürth wurde heute um 14:34 Uhr gemeinsam mit der Löschgruppe Dohrgaul mit dem Stichwort "Gefahrgutunfall" nach Wipperfürth Vordermühle alarmiert.

Dort angekommen zeigte sich, dass der Anhänger eines LKW in den Graben gerutscht und auf die Seite gekippt war. Da sowohl am Anhänger als auch an der Zugmaschine eine Orange Warntafel angebracht war, war direkt ersichtlich dass der LKW Gefahrgut geladen hatte. Da nicht klar war, ob bei dem Unfall eines dieser Behältnisse mit dem Gefahrstoff beschädigt wurde, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Zur Sicherheit wurden die Einheiten Hämmern und Wipperfeld (mit Wasserwerfer) nachalarmiert. 

Zur Erkundung der Lage wurde ein Trupp ausgerüstet mit einem Chemikalienschutzanzug (CSA) vorgeschickt. Dieser meldete, dass eine weiße Flüssigkeit auslaufe. Es wurde eine Probe genommen um den Stoff genau zu bestimmen.

Wie sich herausstellte handelte es sich nicht um den vermuteten Gefahrstoff. Somit konnte damit begonnen werden, den Anhänger zu öffnen und vorsichtig die enthaltenen Güter auszuladen. Dies gestaltete sich jedoch sehr kompliziert, da der Anhänger auf die Seite gekippt war und verschiedenste Güter geladen hatte die nun händisch aus dem Anhänger auf die Straße gebracht werden mussten.

Da die Maßnahmen einen enormen Material- und Personalaufwand zur Folge hatten, wurde zur Unterstützung der Gefahrstoffzug inklusive Dekontaminationseinheit des Rheinisch-Bergischen-Kreises alarmiert. Die oberbergischen Kräfte waren bei einem zeitgleichen Einsatz auf der Autobahn 4 gebunden. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte rückte das DRK an, das THW sorgte mit der Fachgruppe Beleuchtung für die Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Nachdem der Anhänger ausgeräumt war und feststand, dass sich der Gefahrstoff auf der Zugmaschine befindet, welche bei dem Unfall nicht beschädigt wurde, konnte mit der Bergung des Anhängers mithilfe eines Krans, der zwischenzeitlich an der Einsatzstelle eingetroffen war, begonnen werden.

Die letzten der Rund 100 Eingesetzten Kräfte konnten die Einsatzstelle nach 14 Stunden verlassen.

 


12.05.2017 14:34 Alter: 193 Tage