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20.11.2017 - 14:42

Verkehrsunfall-Tag 2016

Feuerwehr und Rettungsdienst übten gemeinsam

Für Feuerwehr und Rettungsdienst sind Verkehrsunfälle nahezu "täglich Brot". Um bei Einsatzlagen eine noch bessere Zusammenarbeit und ein Verständnis für die Arbeit der jeweils andere Seite zu bekommen, wurde 2011 das Konzept "Verkehrsunfall-Tag" ins Leben gerufen.

Da sich das Konzept seit dem in zahlreichen Einsatzlagen bewährt hat, wurde dieser Ausbildungstag am Samstag wiederholt. Teilnehmer waren neben Kameraden des Löschzugs Wipperfürth die Wehrführungen Wipperfürth und Hückeswagen, Gruppenführer der Löschgruppen Wipperfürths, der Grundausbildungslehrgang der Feuerwehren Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth sowie die Auszubildenden des Rettungsdienstes Oberbergischer Kreis.

Zu Beginn der Veranstaltung lernten die Teilnehmer in der Theorie die Arbeitsweisen der jeweils anderen Organisation kennen -die Feuerwehr die des Rettungsdienstes, der Rettungsdienst die der Feuerwehr- bevor in einem gemeinsamen Teil die Strukurierung der Einsatzstelle und das Konzept für den Massenanfall von Verletzten besprochen wurde.

Im Anschluss bekamen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes die Möglichkeiten und Grenzen bei der Rettung über die Drehleiter erläutert, die danach praktisch geübt wurden. Für die Kameraden der Feuerwehr wurde nochmals der korrekte Umgang mit Hydraulikgeräten erläutert und vertieft, im Wechsel mit einer Fahrzeugkunde der Rettungsdienstfahrzeuge.

Währenddessen bereitete die Küchen-Crew des Löschzugs Wipperfürth, die während der gesamten Veranstaltung die Teilnehmer mit ausreichend Kaffee versorgt, das Mittagessen zu, das von den Teilnehmern ob des sehr verlockenden Geruchs mit Freude erwartet wurde.

Nach der Mittagspause ging es ans praktische Übungen. Insgesamt wurden drei Übungen vorbereitet und mussten durch die Teilnehmer abgerarbeitet werden. Bei der ersten Übung galt es einen Patienten durch eine "Sofort-Rettung" möglichst schnell aus dem Fahrzeug zu befreien, da dieser keine Vitalzeichen mehr zeigte. Nach einer schnellen Beurteilung durch den Rettungsdienst öffnete die Feuerwehr das Fahrzeug nur so weit, wie es für eine Rettung unbedingt erforderlich war und befreite den Patienten.

Die zweite Übung gestaltete sich dann etwas Zeitaufwändiger: Angenommen wurde ein Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer aus ungeklärter Ursache vor eine Wand gefahren war und nun über starke Schmerzen im Rücken klagte. Aufgrund des unkritischen Gesamtzustands entschieden sich Rettungsdienst und Feuerwehr für den Befreiungsmodus "Schonend". Für die Feuerwehr bedeutete dies viel Arbeit. Nach einer umfangreichen Stabilisierung des Fahrzeugs wurde erst die Fahrertür entfernt, um besser an den Patienten zu gelangen. Im Anschluss wurden Scheiben entfernt um das Dach des Fahrzeugs umklappen zu können, damit der Rettungsdienst den Patienten achsengerecht aus dem Fahrzeug retten konnte. Eine Zustandsveränderung kurz vor Beendigung der Maßnahmen machte dann aber doch eine Rettung mittels "Rettungs-Boa" erforderlich.

Richtig ins Schwitzen kamen die Teilnehmer bei der letzten Übung. Angenommene Lage: Ein PKW war aufgrund überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve getragen worden, hat sich überschlagen und blieb auf dem Dach auf einem entgegenkommenden PKW zum Liegen. Insgesamt gab es bei dieser Übung 4 Patienten zu versorgen und zu befreien. Neben einer "Sofort-Rettung" mussten zwei Patienten "Schnell" und ein Patient "Schonend" gerettet werden.

Im Anschluss an die Übungen bekamen alle Teilnehmer die Möglichkeit, die verschiedenen Geräte einmal auszuprobieren.
Am Ende des Tages, beim gemeinsamen Grillen, waren sich alle einig: Ein rundum gelungener Tag, der dringend nach Wiederholung ruft!

Ein besonderer Dank gilt den "Spendern" der Übungsfahrzeuge, dem Bauhof Wipperfürth/Hückeswagen für die Unterstützung, "Inovana" für die Spende des Grillguts und allen Beteiligten!

Mehr Bilder gibt es hier.

 


18.09.2016 12:48 Alter: 1 Jahre